Die Beauftragung von M-Competence muss natürlich berechtigt sein.
Nachfolgend ein paar Argumente und meine Denkweise darüber.

Das Erstellen einer technischen Dokumentation stellt keine besonderen Anforderung an Qualität und Ausführung!

Vom technischen Standpunkt gesehen, ist diese Argumentation nachvollziehbar.
Wie sieht es nun beim Anwender aus, der mit aus diesem Blickwinkel erstellte Dokumentation umgehen muss?

Ich bin der Meinung, nicht das mangelnde Engagement seitens der Werker ist die Basis für Unklarheiten im Verhalten der Werker, sondern oftmals eine verbindliche Dokumentation, die nicht mehr auf Augenhöhe mit den wachsenden Anforderungen an das Produkt oder an die Produktionsmittel steht (Retrofit von Maschinen, Anlagen oder Erweiterung des Produktionsspektrums bei bestehendem Maschinenpark).
Ebenso tragen überladene oder ungünstig formulierte Arbeitsanweisungen, Betriebsanweisungen oder Bedienungsanleitungen ihren Beitrag bei.

  • Soll eine technische Dokumentation nicht der Auffassung und Kenntnis der Anwender entsprechen und reflektieren?
  • Kann man hier einen Grund oder Ansatz finden, warum die Anwender nur ungern technische Ausarbeitungen lesen?
  • Welches Risikopotenzial birgt eine unvollständig gelesene Betriebs- Arbeitsanweisung?

Wozu gibt es spezielle Software, die effektiv und effizient benötigte Dokumentation nach Eingabe von Kopfdaten erstellt!

Kann hier die Software Ihre spezielle Bedienungsroutine sicher und eindeutig wiedergeben?
Berücksichtigt die Software die Besonderheiten und das Umfeld des Arbeitsplatzes?

  • Schließt diese Software die Lücke zwischen dem Wissensstand des Lesers und dem Wissen für das Anwenden oder Bedienen des Betriebsmittel?
  • Ist spezielles Vorwissen eine Voraussetzung, um die Dokumentation gezielt und sicher anzuwenden. Vorwissen, das der Leser noch nicht haben kann?
  • Wie ist dieses spezielle Vorwissen erfasst, um jeden Leser dieses Vorwissen klar und eindeutig zu vermitteln?
  • Führt die Dokumentation den Leser sicher und auf direktem Weg zum Ziel?

Wir fertigen anspruchsvolle wie filigrane Bauteile. Entsprechend komplex sind unsere Prozesse in der Produktion. Kann M-Competence das Verständnis dafür aufbringen?

Hier ist Vorsicht geboten. Einiges ist für uns so selbstverständlich geworden. Das Erstellen einer technischen Dokumentation, als internen Prozess beauftragt, birgt oftmals die Gefahr, Selbstverständliches auszusparen. Das ist aber problematisch für Ihre Werker. Besonders bei Neubesetzung oder Personalrückführung können Wissenslücken oder Vergessenes, weil lange nicht mehr gemacht durch die vorhandene Dokumentation nicht geschlossen werden. Genau das gibt Spielraum für Interpretation der auszuführenden Tätigkeit und schätze ich als potenzielle Fehlerquelle ein. Ich als Externer muss Ihre Prozesse von Grund auf erfassen. Für mich ist nichts Selbstverständliches an Ihren speziellen Prozessen. Da ich Ihre Dokumentation nach Fertigungsfortschritt verfasse, sollten mir Dokumentationslücken weniger leicht unterlaufen.

Kann die technische Dokumentation nicht der Praktikant anfertigen. Oder E+K (Entwicklung und Konstruktion) schreibt diese on top!

Dieses Argument betrachte ich als einen wesentlichen Grund, warum viele technische Dokumentationen im Anwendungsfall „versagen“ können. Meiner Einschätzung nach ist das Sammeln und zusammenführen aller relevanten Informationen nicht im „on top Modus“ machbar. Zumal muss der damit beauftragte mit der Situation umgehen können, sich immer wieder in die Dokumentation einzuarbeiten, weil seine Kernaufgaben ein durchziehen der Dokumentation nicht zulässt. Der Praktikant ist auch nicht die finale Lösung. Kann der Praktikant Ihre Prozesse erfassen und potenzielles Fehlverhalten oder Gefahren im Umgang mit Ihren den Produkt angepassten Maschinen und Prozessen sicher erkennen und einschätzen?

Die externe Beauftragung ist immer kostenintensiver als die Inhouse Lösung!

Dieses Argument ist oft eingesetzt. Aber ist diese Aussage bei näherer Betrachtung zutreffend und haltbar?
Die Kalkulation Beauftragung M-Competence zu Inhouse Lösung kann den finanziellen Aufwand gegenüberstellen und Ihren Break-Even-Point schnell ausmachen.
Die Kalkulation basiert auf prozentualer Betrachtung der Personalkosten.
Weitere anteilige Kosten wie Computer, Softwarelösungen und Büromiete sind hier nicht berücksichtigt, da ich diese nicht kenne und deshalb nicht in meiner Berechnung vorkommt.